Auf dem „Siebenmeierhof“ in Magelsen bei Hoya wurde 1993 der Pferdestall von Mitgliedern und einigen freiwilligen Helfern der „Oll’n Handwarkers ut Worphusen un annere Dörper“ e.V. abgebaut.

Die Übernahme dieses großen Stallgebäudes, das Abbauen in Magelsen und Translozieren nach Worphausen, kam durch die Interessengemeinschaft Bauernhaus / IGB e.V. zustande.

Bei diesem Abbau ist der Gründer des Vereins und langjähriger Vorsitzender Dirk Miesner tödlich verunglückt.

Das geborgene Fachwerk wurde danach einige Jahre in Worphausen eingelagert.

Der Wiederaufbau des Gebäudes und Ausbau zu einem Museum hat dann doch sehr viel Zeit und Mühe gekostet. Der „Zahn der Zeit“ hatte doch sehr am Fachwerk genagt. So waren doch umfangreiche Arbeiten zur Instandsetzung und Restauraion notwendig. Die alten Steine wurden wiederverwendet, mußten jedoch alle einzeln gereinigt werden.

Das nötige Geld für den Wiederaufbau wurde, bis auf einen Zuschuß vom Land Niedersachsen, von den Vereinsmitgliedern mit der Vorführung alter Handwerkstechniken und dem Betreiben eines „urigen Straßencafes“ auf Märkten und Volksfesten verdient. Zusätzlich wurden noch viele tausend Stunden von Vereinsmitgliedern am Gebäude gearbeitet.

Unterstützung gab es vom Landkreis Osterholz und vom Arbeitsamt. Leute wurden im Zuge von Arbeitsmarktmaßnahmen (ABM & ProArbeit) für den Verein fast kostenlos zur Verfügung gestellt.

Nach langen Jahren der Bauzeit konnte für das Gebäude zum 6. Historischen Handwerkermarkt im Mai 2005 auf dem Gelände des „Lilienhof“ in Worphausen eine Teileröffnung gefeiert werden. Es blieb jedoch noch einiges zu tun bis zum Mai 2006, wo das Handwerkermuseum auf dem „Lilienhof“ zum 7. Historischen Handwerkermarkt eröffnet wurde.