Gewerkverantwortlicher: XXX

Der Schuhmacher / De Schoster

Schuhe und Stiefel hat es, neben der vorherrschenden Sandale, bereits im Altertum gegeben. Aus ursprünglich nützlichem und praktischem Fußschutz entwickelte sich in den vergangenden Jahrtausenden und Jahrhunderten ein immer größer werdendes Bedürfnis an individuellem Schuhwerk.

Um diesem vielfältigen Bedarf an Fußbekleidung nachzukommen, entwickelten Menschen mit ihrer Kreativität immer wieder neue und anspruchsvollere Schuhe. Wie bei vielen Handwerksberufen, entstand mit der Zeit dann auch das Handwerk des Schuhmachers.

Die beginnende Industrialisierung verschonte auch nicht den Beruf des Schuhmachers. Maschinell hergestellte Leisten, das sind Schuhformen aus Holz, über die das jeweilige Oberleder gespannt wurde, und Ledernähmaschinen ermöglichten erstmals die serienmäßige Herstellung von Schuhen. Die klassischen Werkzeuge eines Schuhmachers, wie der Leistenhaken, die Ahle und den Pfriemen, sowie das Messer, die Glättschiene, dem Schusterhammer und vieles andere Gerät wurde und wird nur noch in der Schuhreparatur und der noch immer handwerklich ausgerichteten orthopädischen Schuhfertigung eingesetzt.